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Beschäftigungsboom ausdehnen

08.01.2018

Der BDH Bundesverband Rehabilitation e.V. drängt auf arbeitsmarktpolitische Reformen. Es sei höchste Zeit, Unwuchten auf dem Arbeitsmarkt zu korrigieren und den Aufschwung auf diejenigen auszudehnen, die bislang nicht partizipierten, so die Verbandsvorsitzende, Ilse Müller. Langzeitarbeitslose, Menschen mit prekärer Arbeit und Schulabgänger ohne Abschluss müssten dringend in den Fokus der Arbeitsmarktpolitik genommen werden:

Beschäftigungsboom ausdehnen

„Die kommende Bundesregierung steht vor der sozialpolitischen Herausforderung, den Niedriglohnsektor wirksam einzuhegen. Wir raten dazu, das Unwesen der sachgrundlosen Befristungen sowie die ausufernde Werkvertragspraxis zurückzudrängen und die Wirtschaft beschäftigungspolitisch wieder stärker in die Pflicht zu nehmen.“ Eine große Zahl von Menschen stünde zudem vor verschlossenen Türen. Für Menschen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt chancenlos seien, böte der Aufbau eines sozialen Arbeitsmarkts als einzige Chance, einem Erwerb nachzugehen und sich ökonomisch zu emanzipieren, so die Vorsitzende, die zu einer engeren Verzahnung von Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik rät:

„Wir müssen den Teufelskreis von "Einmal Hartz IV, immer Hartz IV" auf breiter Fläche durchbrechen und die mancherorts drohende „Vererbung“ der Sozialhilfe durch gezielte Bildungs- und Betreuungsschritte bannen. Noch immer verlassen zu viele junge Menschen die Schulen ohne Abschluss. Sie benötigen Schulmentoren, öffentlich finanzierte Nachhilfeangebote und die Möglichkeit nachträglicher Ausbildung um der Perspektivlosigkeit der Langzeitarbeitslosigkeit zu entgehen. Das bedeutet allerdings auch, die Arbeit der Jobcenter auf die Betreuung der Arbeitssuchenden und den Aufbau einer passgenauen Qualifikationsstruktur zu fokussieren. Dazu braucht es eine bessere finanzielle Ausstattung der Agenturen vor Ort und die systematische Entrümpelung des Hartz-IV-Systems, das einen erheblichen Teil der Arbeit der Jobcenter okkupiert. Der Arbeitssuchende oder Auszubildende muss im Zentrum der Arbeit der Agenturen stehen und nicht die kleinteilige Bürokratie.“  

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der bietet BDH soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

BDH-Kreisverband Hochrhein • Am Tannwald 1 • 79215 Freiburg • Tel. 07682-801-1221
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